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Dutch Oven – alles was du über den Gusseisentopf wissen musst

Dutch Oven – alles was du über den Gusseisentopf wissen musst

Weitere Informationen

Das findest du in unserem Guide:

  • Dutch Oven – aus dem Wilden Westen und dem Outback auf deinen Grill
  • Gusseisen – das Supermaterial für den Dutch Oven
  • Dutch Oven und die richtige Größe
  • Dutch Oven: Mit oder ohne Füße kaufen?
  • Auch beim Deckel gibt es Unterschiede
  • Erste Schritte mit dem Dutch Oven
  • Feuertopf und Gasgrill – so geht’s
  • Dutch Oven mit Glut bzw. Briketts betreiben
  • Dutch Oven – wie viele Briketts brauche ich für welche Temperatur?
  • Hilfreiche Tipps für die Verwendung mit Briketts
  • Was du beim Dutch Oven unbedingt beachten und vermeiden solltest

Ein großer (oder kleiner) Topf aus Gusseisen mit einem Deckel, dazu je nach Modell Standfüße und ein Henkel zum Aufhängen: Damit hat der Dutch Oven schon vor einigen Jahren den Outdoormarkt erobert und ist zu einem der Lieblinge für Grillfans geworden.

Kein Wunder, denn er ist ein echter Allrounder, in dem du Fleischstücke ebenso gut zubereiten kannst wie Aufläufe, Suppen, Eintöpfe, Brot – oder Kuchen! Und das nicht nur über dem Lagerfeuer, sondern auch auf Gas- und Kohlegrills und sogar im normalen Küchenherd. In unserem Guide erklären wir dir alles, was du über diesen extrem vielfältig verwendbaren Topf wissen musst.

Dutch Oven – aus dem Wilden Westen und dem Outback auf deinen Grill

Wie so vieles, was heute beim Grillen enorm beliebt ist, ist auch der Dutch Oven keine wirklich neue Erfindung. Er ist allerdings ein Produkt, das einige Jahre lang etwas in Vergessenheit geraten war. Tatsächlich lassen sich die Wurzeln des Feuertopfs bis zurück in die Antike ziehen. Immer ging es um ein feuerfestes Behältnis, das über der Glut hängen, darin stehen oder sogar regelrecht eingegraben werden konnte.

Für den Dutch Oven lassen sich verschiedene Hitzeszenarien nutzen
Für den Dutch Oven lassen sich verschiedene Hitzeszenarien nutzen


Der „moderne“ Dutch Oven wurde vom 17. bis hinein ins 19. Jahrhundert von Siedlern aus dem nordwestdeutschen und niederländischen Raum in die heutigen USA, nach Australien und nach Südafrika eingeführt. Der erste Teil seines Namens ist ein deutlicher Hinweis auf seine Herkunft: Dutch ist die direkte englischsprachige Übersetzung für holländisch beziehungsweise niederländisch. Die Siedler selber verwendeten diese gängige US-Bezeichnung noch nicht, sondern nannten ihn so, wie sie es in ihrer Muttersprache taten: „Dopf“.

Über lange Jahre war der Feuertopf in diesen Siedlungsgebieten ein unverzichtbares und vielfach das einzige verfügbare Kochinstrument. Viel mehr brauchte es aber im Grunde auch nicht, dafür sorgte seine extreme Vielseitigkeit, die den Dutch Oven bis heute auszeichnet:

  • Er kann Festes wie Flüssiges aufnehmen – und zwar in ziemlich großen Mengen.
  • Er lässt sich mit und ohne Deckel betreiben und letzterer kann sogar ein eigenes Kochgerät sein.
  • Er ist durch die gusseiserne Konstruktion zwar ziemlich schwer, aber auch sehr robust

Alles Eigenschaften, die dem vielseitigen Topf aus Gusseisen zurecht seinen englischen Zweitnamen eingebracht haben: Denn Oven ist der Ofen respektive Herd. Somit haben wir es also mit einem niederländischen Ofen zu tun – nicht nur dem Namen nach. Denn wirklich alles, was man in einem „richtigen“ Ofen beziehungsweise einem darin befindlichen Bräter zubereiten kann, funktioniert auch im Dutch Oven.

Was für dich überaus praktisch oder vielleicht sogar romantisch nach gemütlicher Lagerfeueratmosphäre klingt, war für die Siedler eine reine Notwendigkeit. Diese besaßen üblicherweise nicht viel, waren oft monatelang in einem unbekannten Land mit Pferd und Planwagen oder gar zu Fuß unterwegs. Und selbst wenn sie sich irgendwann ihren Platz gefunden und ein Häuschen gebaut hatten, war oft Mangels Infrastruktur die einzige Feuerstelle darin ein offener, gemauerter Kamin. Der musste als Kochstelle ebenso herhalten wie als Zentralheizung. Aus ebendiesem Grund waren Dutch Oven auch wichtige Helfer für Cowboys, Pelzjäger und ähnliche Personen, die über Wochen und Monate in Wildnis und Prärie lebten.

Dementsprechend war der Dutch Oven für diese Menschen die Universalwaffe und ein echter Alleskönner für alle Kochsituationen, die sich nicht auf dem Grillrost erledigen ließen – und der Deckel ließ sich obendrein als Pfanne verwenden. Als die Ära der Besiedlung im ausklingenden 19. Jahrhundert zu Ende ging, war es auch mit der großen Zeit des Dopfs vorläufig vorbei.

Die Menschen waren sesshaft geworden, besaßen nun eiserne Öfen und Herde und zahlreiche Kochutensilien. Der oft über mehrere Generationen vererbte Dutch Oven wurde erst zum Bräter zurückgestuft und landete später bei vielen als Deko über dem Kamin. Im schlimmsten Fall wurde er für völlig andere Nutzungen zweckentfremdet. Die einzigen Personen, die ihm in der Folgezeit die Treue hielten, waren ein paar wenige eingefleischte Outdoor-Enthusiasten, die seine ursprünglichen Qualitäten zu schätzen wussten. Bis dann vor einigen Jahren das Grillen weltweit und hierzulande auf ein neues Level aufstieg. Plötzlich entdeckten zahlreiche Grillfans, dass da etwas existierte, mit sie ihre Grills auf völlig neue, vielfältige Weise nutzen konnten.

Es gibt große und kleine sowie runde und eckige Dutch Oven
Durch die unterschiedlichen Modelle am Markt gibt es einen Dopf für fast jede Anwendung.

Gusseisen – das Supermaterial für den Dutch Oven

Wir werden dir später noch zeigen, in wie vielen unterschiedlichen Varianten es die modernen Dutch Oven gibt. Was sie aber alle gemeinsam haben: Topf und Deckel sind selbst heute noch aus ein und demselben Material wie früher – aus Gusseisen. Dabei handelt es sich um einen (aus metallurgischer Sicht) relativ simplen Eisenwerkstoff, der einen hohen Kohlenstoffanteil aufweist. Dadurch lässt er sich sehr gut und kostengünstig in Formen gießen.

In früheren Zeiten war das die große Stärke. Im Vergleich zu Stahl oder anderen Eisenwerkstoffen waren Produkte aus Gusseisen für alle erschwinglich. Außerdem konnte praktisch jeder Dorfschmied einen Feuertopf herstellen. Nicht zu vergessen die vielen weiteren Vorteile, mit denen der gusseiserne Dutch Oven bis heute punkten kann:

  • Da der Dutch Oven buchstäblich „aus einem Guss“ besteht, ist er extrem hitzebeständig. Tatsächlich hält er Temperaturen aus, die seinen essbaren Inhalt völlig verkohlen würden – Gusseisen schmilzt nämlich erst bei 1150°C. Trotzdem solltest du deinen Dopf bitte nicht überhitzen.
  • Durch das (notwendigerweise) dicke Material und die Kristallstruktur des Gusseisens besteht – nicht wie beim wesentlich dünneren Stahl – kaum ein Risiko, dass ein Dutch Oven sich durch Fehlbehandlung verzieht oder verformt. Einen erhitzten Oven solltest du dennoch niemals mit kaltem Wasser in Berührung bringen. Das könnte im Extremfall zu Rissen führen, die sich nicht reparieren lassen. Gusseisen lässt sich nämlich nur äußerst schwierig schweißen.
  • Die raue Oberfläche erlaubt es, dass sich daran eine gezielt verkohlte Schicht sehr gut halten kann – vorausgesetzt, du gehst das Einbrennen richtig an. Dadurch lässt sich der Dutch Oven mit einer zwar urtümlichen, aber sehr wirksamen (und gesundheitlich völlig unbedenklichen) Antihaftbeschichtung versehen, die sich immer wieder erneuern und verbessern lässt.
  • Gusseisen leitet nicht nur Wärme extrem gut, sondern verteilt sie außerdem gleichmäßig und speichert sie. Zudem erhitzt sich das dicke Material nur langsam, sodass sich Temperaturschwankungen kaum auswirken. Dadurch sind Dutch Oven perfekt, um darin sehr schonend und auf den Punkt zu garen.

Der einzige Nachteil: Du hast bei der Pflege des Gusseisens mehr Aufwand als mit vielen anderen Materialien. Denn der hohe Kohlenstoffanteil sorgt dafür, dass sich wirklich sehr schnell Flugrost bilden kann. Dafür genügt es schon, wenn du einen Dutch Oven nach einem Grillabend im Freien stehen lässt. Die gute Nachricht lautet immerhin, dass du den Rost mit Stahlschwamm und Drahtbürste sowie Hitze schnell wieder entfernen kannst. Aber der sorgsame Umgang mit seinem Equipment versteht sich für passionierte Grillfans ohnehin von selbst.

Auch Schmorgerichte, Suppen und Eintöpfe sind im Dutch Oven kein Problem.
Auch Schmorgerichte, Suppen und Eintöpfe sind im Dutch Oven kein Problem.

Dutch Oven und die richtige Größe

Size does matter – und das gilt auch dann, wenn du einen Dutch Oven kaufen willst. Denn die Größe macht einen gewaltigen Unterschied. Hier kannst du zwar nicht, wie beim Gasgrill, zwischen 1, 2, 3 oder noch mehr Brennern wählen, dafür aber kannst du den Durchmesser bzw. das Füllvolumen wählen. Hier fängt der Hamster aber schon an zu humpeln.

Du wirst bei deiner Recherche unweigerlich über Begriffe wie DO9, DO45, ft6 oder ft9 stoßen. Was haben die Zahlen und die Bezeichnungen auf den Gusstöpfen zu sagen?

BezeichnungGröße / Volumen
DO45 / ft4,5ca. 3 – 4 l
DO6 / ft6ca. 5,5 – 6 l
DO9 / ft9ca. 7 – 9 l
DO12 / ft12ca. 10 – 12 l
DO14ca. 14 l
DO18 / ft18ca. 18 – 19 l
Tabelle 1: Füllvolumen verschiedener Dutch Oven

Die Bezeichnung am Dutch Oven steht also nicht für den Durchmesser, Radius oder ähnliches, sondern für das ungefähre Füllvolumen des Topfes. Eigentlich ganz einfach.
Um dir ein Gefühl für die Größe zu geben: In einen DO9 passt beispielsweise ein normal großes Huhn, ein schöner Schweinebraten oder einige Kilogramm an Schichtfleisch. Der DO45 ist eher für einen 2 Personenhaushalt geeignet. Es gibt auch noch einige ganz kleine Exoten, die sind meist aber eher für Saucen oder zum Anrichten geeignet.

Dutch Oven: Mit oder ohne Füße kaufen?

Jetzt ist die Frage nach der richtigen Größe geklärt, da stehst du schon vor dem nächsten Rätsel. Der eine Feuertopf hat Füße dran, der andere nicht. Wann ist welcher Dopf die richtige Wahl?
Das ist eigentlich ganz einfach. Der Gasgriller braucht definitiv einen Dutch Oven ohne Füße. Dann kann er ganz einfach auf den Rost gestellt werden. Willst du ihn aber klassisch mit Glut bzw. Briketts verwenden, dann sollte der Dutch Oven Füße haben, sprich über der Glut stehen und nicht darauf aufliegen. Letzteres würde auf kurz oder lang die Flamme bzw. die Glut ersticken. Hier nun das Große ABER: Meistens werden auch die Dutch Oven ohne Füße mit einem Edelstahlgestellt geliefert, welches sozusagen als optionale Füße fungiert. So zum Beispiel der BBQ Toro DO9. Du kannst den Feuertopf dann also im Gasgrill mit planer Auflagefläche oder auch auf der Glut mit dem Gestell verwenden.
Unserer Meinung nach ist letzteres die bessere Wahl, da du einfach alle Möglichkeiten hast.

Das Edelstahlgestell ist universeller als fest am Dopf angegossene Füße
Das Edelstahlgestell ist universeller als fest am Dopf angegossene Füße

Auch beim Deckel gibt es Unterschiede

Als wäre das alles nicht schon genug gewesen, du hast es fast geahnt, es gibt auch noch Unterschiede beim Deckel! Viele Deckel haben ebenfalls Füße drauf, sodass sie umgedreht auf die Glut gesetzt werden können und dann als Pfanne dienen. Super Sache, dafür kannst du sie aber nicht als Pfanne auf dem Herd oder dem Gasgrill verwenden. Es gibt Deckel die extra hoch bzw. umgedreht extra tief sind. Auch das hat beim Kochen so seine Vorteile und kann durchaus von Relevanz sein. Wenn du allerdings gerade erst mit dem gesamten Thema Dutch Oven anfängst, dann ist der Deckel sicher erstmal der unrelevanteste Teil. Dennoch sollte es hier nicht unerwähnt bleiben.

Ein wichtiger Punkt am Deckel, aber auch am Topf selber, ist die Messaussparung zum Messen der Temperatur im Dutch Oven oder im Fleisch. Dafür haben viele Modelle Am Rand des Topfes und des Deckels eine kleine Aussparung. Werden beide übereinandergelegt, so ergibt sich eine Öffnung, durch die ein Thermometerfühler gesteckt werden kann. Ist das nicht gewünscht, kann der Deckel einfach gedreht werden, sodass die Aussparung geschlossen ist. Einfach, aber genial.

Wenn es nötig ist, wird der Deckel eines Dutch Oven zur brauchbaren Pfanne
Wenn es nötig ist, wird der Deckel eines Dutch Oven zur brauchbaren Pfanne

Erste Schritte mit dem Dutch Oven

Du hast verglichen, hast den Dutch Oven gekauft, dich wahrscheinlich über das Gewicht gewundert und den Karton auf den Tisch gewuchtet. Der erste Schritt ist jetzt natürlich das Auspacken des neuen Sportgeräts. Danach solltest du dir in Ruhe die Anleitung anschauen.

Oftmals steht in der Anleitung schon für die entsprechende Größe ein kleiner Hinweis, wie viele Briketts auf bzw. unter dem Dutch Oven liegen müssen, damit eine bestimmte Temperatur im Dutch Oven erreicht wird. Weiterhin sollte in der Anleitung stehen, ob der Feuertopf bereits eingebrannt wurde oder du diesen Schritt nun durchführen musst. Denn eins solltest du wissen: Gusseisen bedarf Pflege und muss gut behandelt werden, dann macht es auch lange Spaß. Alles zum Einbrennen und zur richtigen Pflege inklusive Reinigung von Gusseisen findest du in unserem „Dutch Oven einbrennen“ Ratgeber.

Feuertopf und Gasgrill – so geht’s

Bei der Verwendung des Feuertopfes auf dem Gasgrill musst du nicht viel beachten. Zum einen kannst du ihn direkt auf die laufenden Brenner für ordentlich Unterhitze stellen, sodass du wie auf dem heimischen Herd dein Fleisch oder Gemüse anbraten und entsprechend zubereiten kannst oder es in Flüssigkeit darin köcheln lassen kannst.

Zum anderen kannst du ihn auch in den indirekten Bereich stellen, sodass der Dopf von allen Seiten die gleiche Wärme abbekommt, somit eine sehr gleichmäßige Hitzeverteilung innerhalb des Dopfes besteht. Das macht gerade beim Backen von Kuchen oder Brot im Dutch Oven Sinn. Als Dritte Option kannst du ihn auch auf die direkte Hitze stellen, gleichzeitig aber auch den Deckel schließen. So hast du eine Umluft mit Unterhitze. Du kannst im Gasgrill also erstmal nicht viel falsch machen.

Dutch Oven mit Glut bzw. Briketts feuern

Der herkömmliche Anwendungsfall ist selbst heute, wie damals im Outback oder an der Frontier im Wilden Westen, die Verwendung von Glut aus einem Lagerfeuer oder extra dafür geheizte Briketts als Hitzequelle zu nutzen. Nutzt du den Dutch Oven bei einem Lagerfeuer, so bedarf es etwas Fingerspitzengefühl und Erfahrung, eine Faustregel gibt es hier nicht. Es gibt sogar extra Gestelle für Lagerfeuer, sodass der Dutch Oven etwas erhöht über der Flamme steht und wunderbar zum Kochen verwendet werden kann – hier zeigt sich, warum mancher Dopf mit einem metallenen Henkel versehen ist.

Standardmäßig wird er heutzutage meistens aber mit Briketts gefeuert. Diese werden in einem Anzündkamin entzündet und anschließend unterhalb und auf dem Dutch Oven platziert. Das gute an Briketts ist, dass sie eine lange Brenndauer haben, somit gerade Schmorgerichte wie der Filettopf hervorragend bei konstanter Temperatur „gedopft“ werden können. Wer keine geeignete Feuerstelle besitzt, der kann sich einen Dutch Oven Tisch kaufen. Damit kannst du auch in deinem Garten ohne Probleme mit dem Feuertopf arbeiten.

Dutch Oven – wie viele Briketts brauche ich für welche Temperatur?

Eine der meistgestellten Fragen zum Thema Dutch Oven ist die Frage nach der richtigen Anzahl an Briketts. Doch vorher solltest du dich eigentlich Fragen, welche Briketts überhaupt geeignet sind. Es gibt Briketts, die versprechen besonders hohe Temperaturen und es gibt Briketts, die versprechen eine besonders lange Brenndauer. Wir würden in diesem Zusammenhang immer letztere, also Briketts mit langer Brenndauer empfehlen. Es bringt dir nämlich keine Freude, wenn du für ein Gulasch aus dem Dutch Oven 3 mal neue Briketts nachlegen musst.

Die richtige Menge an Briketts für bestimmte Temperaturen im Dutch Oven hängt natürlich auch von den Briketts selbst sowie den Umweltbedingungen wie Wind, Temperatur und Regen ab. Die folgende Tabelle gibt dir einen Anhaltspunkt für die richtige Menge an Briketts, dennoch solltest du die Temperatur im Feuertopf für perfekte Ergebnisse nachmessen.

Dutch Oven GrößeAnzahl Briketts150-170 °C180-200 °C210-230 °C
DO45gesamt
oben/unten
15
10/5
19
13/6
23
15/8
DO6gesamt
oben/unten
24
15/9
27
18/9
30
20/10
DO9gesamt
oben/unten
24
15/9
27
18/9
30
20/10
DO12gesamt
oben/unten
28
17/11
33
21/12
38
25/13
DO14gesamt
oben/unten
30
20/10
34
22/12
40
26/14
DO18gesamt
oben/unten
36
24/12
40
27/13
44
30/14
Tabelle 2: Anzahl Briketts für bestimmte Temperaturen

Hilfreiche Tipps für die Verwendung mit Briketts

  • Wenn dir die Briketts unter dem Dutch Oven einfach ausgehen oder immer weniger glühen, dann kommt vermutlich zu wenig Sauerstoff an die Briketts. Das kann daran liegen, dass der Feuertopf zu dicht anliegt oder die Briketts zu dicht aneinander liegen.
  • Wenn du in deinem Dopf eine Suppe köcheln willst, dann solltest du die Anzahl der Briketts aus der Tabelle einfach tauschen. Sprich ca. 1/3 der Briketts auf den Deckel legen und 2/3 der Briketts unterhalb des Dopfes legen.
  • Für eine ausgewogene Hitzeverteilung empfehlen wir aber die Richtwerte aus der Tabelle zu nehmen, sprich 1/3 unter den Dopf und 2/3 der Briketts auf den Dopf legen.
  • Falls du nur für kurze Zeit Hitze brauchst, sprich 30 – 60 Minuten, dann kannst du auch Holzkohle anstelle von Briketts verwenden.
  • Möchtest du gleichzeitig verschiedene Gerichte in mehreren Feuertöpfen zubereiten, so kannst du diese ganz einfach übereinander stapeln. So nutzt die Briketts doppelt.
Gestapelte Dutch Oven sparen nicht nur Platz, sondern nutzen die Briketts besser aus
Gestapelte Dutch Oven sparen nicht nur Platz, sondern nutzen die Briketts besser aus

Was du beim Dutch Oven unbedingt beachten und vermeiden solltest

Eigentlich ist der Dopf ein Helfer, bei dem man sich schon echt anstrengen muss, um ihn zu ruinieren. Allerdings ist er durch seinen Aufbau und das Material auch kein Gerät, das wirklich jede Behandlung klaglos wegsteckt. Dementsprechend solltest du versuchen, die folgenden Dinge nach Möglichkeit zu beachten beziehungsweise zu vermeiden.

  • Bringe, wie bereits erwähnt, einen heißen Dutch Oven niemals mit kaltem Wasser in Kontakt. Das gilt für das Reinigen genauso wie für das Kochen. Sprich, wenn du darin etwas mit einem hohen Flüssigkeitsanteil zubereiten willst, dann fülle spätestens dann alles ein, wenn du den leeren Dopf-Innenraum ein paar Augenblicke in der Hitze desinfiziert hast – und unbedingt bevor alles zu heiß wird.
  • Sei bei harten Untergründen wie Beton, Fliesen, Verbundpflaster und so weiter sehr vorsichtig. Gusseisen ist zwar hart und tough, aber es ist auch ziemlich spröde. Fällt ein Dutch Oven aus Grillhöhe herunter und landet auf solchen Materialien, wird das Spuren hinterlassen. Zumeist hässliche Risse und Abplatzer, die dann wieder Angriffsflächen für Rost bieten.
  • Besorg dir unbedingt einen Deckelheber, der auch zum Anheben des ganzen Dopfs am Bügel taugt oder hebe ihn mit wirklich dicken Grillhandschuhen an. Denn wenn der schwere Dutch Oven runterfällt und auf deinen Füßen landet, ist es fast garantiert, dass du die nächsten Wochen im Gips-Look grillen wirst. Lass dir deshalb bei größeren Geräten beim Tragen von einer zweiten Person helfen – im Zweifelsfall, indem ihr einen langen Holzstecken durch den Tragebügel schiebt und den Dopf wie eine Sänfte tragt.
Der Deckelheber ist das wichtigste Bedienteil des Dutch Oven – nicht zuletzt aus Gewichtsgründen
Der Deckelheber ist das wichtigste Bedienteil des Dutch Oven – nicht zuletzt aus Gewichtsgründen
  • Wenn du die Innenseite des Dutch Oven mit Öl eingebrannt hast, solltest du als Anfänger darin am besten nur noch mit hölzernen Kochwerkzeugen arbeiten. Etwa zum Umrühren oder Herausschöpfen des Inhalts. Denn Metallwerkzeuge können durchaus die mühevoll erzeugte Patina verkratzen, wodurch später beim Reinigen Wasser dahinter eindringen und für Rost sorgen kann – bemerkst du das nicht, könnte es passieren, dass du beim nächsten Mal einen metallischen Beigeschmack im Essen hast oder sich Stücke der Beschichtung lösen
  • Wenn du den Deckel benutzt, dann nimm ihn so selten wie möglich herunter, um einen Blick aufs Essen zu werfen. Jedes Mal verlierst du wertvolle Hitze aus dem Innenraum des Dopfs, wodurch die Garzeiten und Brikettmengen durcheinandergeraten.
  • Benutzt du den Dutch Oven, um darin Speisen mit hohem Zuckergehalt oder (Frucht-)Säure zuzubereiten, dann kleide ihn mit einer doppelten Schicht Alufolie aus. Andernfalls könnte die eingebrannte Schicht ebenfalls angegriffen werden.
  • Auch wenn du den Dopf schon lange vom Feuer genommen und noch den letzten Rest des Inhalts herausgeschöpft hast, solltest vorsichtig sein. Das Gusseisen die Hitze so enorm gut, dass der Dutch Oven mitunter sogar nach einer Stunde noch so heiß sein kann, dass du dir ordentlich die Finger verbrennst.
  • Stell dein Sportgerät nach der Reinigung niemals einfach so weg. Zwar ist es ein bisschen eine Glaubensfrage, aber schaden kann es auf keinen Fall, wenn du ihn auch außen hauchdünn einölst. Dafür ist Trennspray wegen seiner Dosierbarkeit eine gute Wahl. Alternativ reicht irgendein Speiseöl, das du mit einem Stofflappen verteilst. Zum Schutz vor Staub solltest du den Dopf zwar mit geschlossenem Deckel lagern, jedoch ist es besser, wenn du ein Stück Küchenrolle dazwischen legst. Auf die Weise kann Luft zirkulieren. Das verhindert, dass vielleicht noch innen befindliche Feuchtigkeit für Flugrost sorgt.  

Ganz wichtig ist außerdem, dass du dich niemals dazu hinreißen lässt, deinen Dutch Oven in die Spülmaschine zu stellen. Erstens kann das Gewicht mancher Modelle die dünnen Halter in der Maschine verbiegen. Zweitens sind die Inhaltsstoffe von Tabs viel zu aggressiv für die Patina. Und drittens kann die lange Trocknungsphase in den Geräten dafür sorgen, dass ein beim Einräumen schwarzer Dopf beim Rausholen rostig rot geworden ist. Warmes Wasser und eine Bürste genügen völlig.

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14 Kommentare zu “Dutch Oven – alles was du über den Gusseisentopf wissen musst”

  1. Frank sagt:

    Hallo, bei den Rezepten steht ja oft nicht dabei wie groß der DO sein soll, ich möchte mal nur für drei kochen aber auch mal für 8 Personen, welche DO größe sollte man hier wählen?
    Vielen Dank.

    1. Hannes sagt:

      Hi Frank,

      dann solltest du einen 9er oder 12er nehmen. Damit dürftest du dann gut hinkommen. Am besten ist es natürlich, einen kleinen und einen großen Dopf zu besitzen, dann kannst du jederzeit die entsprechende Größe wählen.
      LG
      Hannes

  2. Hans- Peter Lauer sagt:

    Hallo zusammen, ich vermisse bei vielen Aufklärungen zum Dutch Oven die Tiefe des DO. Es gibt tiefe die für Schmorgerichte bestimmt super sind und auch viel Volumen aufweisen. Um die Vielseitigkeit auch bei Gerichten diel viel Oberhitze benötigen zu erlangen ist eine kleinere Höhe von ca 10- 11 cm hilfreich.

  3. Frank Rebholz sagt:

    Hallo,

    kann mir jemand sagen, ob ein Dutch Oven auf dem Grillrost in einem Keramikgrill Sinn macht? Sollte hier auch der Deflektorstein genutzt werden? Kann man den Deckel des Dutch Oven weglassen, wenn man ihn im geschlossenen Keramikgrill nutzt?

    Danke euch und viele Grüße
    Frank

    1. Hannes sagt:

      Hi Frank,

      natürlich kannst du einen Dutch Oven auch im Keramikgrill nutzen. Ich würde dann auf den Deflektorstein verzichten. Den Deckel des Dopfes solltest du, je nach Gericht, definitiv nutzen. Allein schon, damit nicht die gesamte Flüssigkeit verloren geht. Sofern es im Dutch Oven kocht. Also im Prinzip genauso nutzen, wie du es auch in einem anderen Grill tun würdest.
      LG
      Hannes

  4. Franziska sagt:

    Hallo,
    Ich habe den bbq toro gekauft und der hat im Deckel, also eher so am rand hellere stellen, so etwas silbrig. Und im Topf ist die Beschichtung auch unterschiedlich. Der Händler meint das verschwindet beim einbrennen. Aber ich habe Angst dass die Beschichtung da schaden hat und der Oven dadurch nicht hält oder so.
    LG

    1. Hannes sagt:

      Hi Franziska,
      ich denke der Händler wird recht haben. Der Dutch Oven ist ja nicht beschichtet, das ist Gusseisen und wird von Werk aus bereits eingebrannt. Wenn du das nun nochmal machst, sollte alles bestens sein.
      Ich muss aber auch dazu sagen, dass mir eine Ferndiagnose doch schwer fällt und ich solche Stellen anhand der Beschreibung von dir noch nicht kenne.
      Du kannst den Dutch Oven sonst sicher auch umtauschen.
      LG
      Hannes

  5. Michael sagt:

    Hallo, ist die Innenseite der dutch öven glatt, oder eher rau? Ich habe einen gesehen, der ist eher strukturiert…, oder werden die glatt wenn die die Patina bekommen, von der ihr gesprochen habt?

    1. Hannes sagt:

      Hi Michael,

      anfänglich ist die Innenseite eher rau. Das kommt durch die groben Poren des Gusseisens. Wenn eine vernünftige Patina entstanden ist, dann wird die in der Tat glatt.

      LG
      Hannes

  6. Felix sagt:

    Moin
    Habt ihr vielleicht eine grobe Faustformel wie viel weniger Briketts man nehmen soll wenn man zb in meinem Fall die Kokoko Briketts benutzt?

    1. Hannes sagt:

      Hallo Felix,

      weiter oben ist eine Tabelle, die gilt auch für die KOKOKO Eggs. Damit solltest du arbeiten können.
      LG
      Hannes

  7. Kevin sagt:

    Habt ihr eine Empfehlung für einen Dutch Oven der in die GBS Aussparung des 57cm Weber Kugelgrill passt?

    1. Hannes sagt:

      Hi Kevin,
      leider nein. Noch nie probiert und wir besitzen keinen Weber Grill.
      LG
      Hannes

    2. Ann Katrin sagt:

      Hallo Kevin,

      wir haben den Camp Chef Deluxe 12.
      Sehr empfehlenswert.

      Liebe Grüße und viel Spaß

      Ann Katrin

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