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Der Keramikgrill – Kaufberatung

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Der Keramikgrill – Kaufberatung

Technische / weitere Informationen

  • 2 cm dicke Keramik für perfekte Temperaturverteilung
  • hohe Wärmekapazität für konstante Temperaturen
  • sehr effizient
  • Grillen nur mit Holzkohle
  • 3 kg Holzkohle für bis zu 20 Stunden grillen
  • perfekter BBQ für alle Low & Slow Gerichte
  • Ideal zum Smoken

Der Keramikgrill hat sich gerade innerhalb des letzten Jahres fest in Grillfachgeschäften und auf vielen Terrassen etabliert. Ob das überhaupt berechtigt ist, was der Keramikgrill besser und auch schlechter kann als ein normaler Kugelgrill und vieles mehr zeigen wir euch zusammengefasst auf.

Keramikgrill – Kugelgrill 2.0?

Häufig werden wir nach den Unterschieden zwischen einem Keramikgrill und einem Kugelgrill gefragt. Lohnt sich der 3 – 5fache Preis? Sind die Grillgeräte sonst identisch von der Funktion? An dieser Stelle soll die erste Aussage sein, dass man einen Keramikgrill einfach nicht mit einem Kugelgrill vergleichen kann. Natürlich sind beide Geräte zum Grillen gebaut, dennoch vergleichen wir auch keinen S-Klasse Mercedes mit einem Golf. Man kann aber durchaus vorsichtig sagen, dass der Keramikgrill nicht nur preislich, auch von seinen Eigenschaften und der Ausstattung her in der Luxusklasse grillt. Warum, wieso und weshalb erfahrt ihr in den weiteren Abschnitten.

Der Keramikgrill ist der perfekte BBQ Grill

Das Deckelthermometer des Keramikgrills ist sehr genau

Das Deckelthermometer des Keramikgrills ist sehr genau

Der Keramikgrill ist von Grund auf ein ganz anderes Gerät als ein Kugelgrill. Es beginnt mit dem Grundwerkstoff, nämlich Keramik. Im Vergleich zu Kugelgrills, welche meist aus Stahlblech gefertigt werden, weist die Keramik etwa die doppelte Wärmekapazität auf. Das bedeutet, dass das Gehäuse des Grills doppelt so viel Wärme aufnehmen, speichern und abgeben kann, wie ein Kugelgrill. Im Zusammenhang mit den knapp 2 cm dicken Wandstärken wird die erste herausragende Eigenschaft ersichtlich – die Temperaturkonstanz über Stunden. Natürlich dauert die Aufwärmphase relativ bis sehr lang, da die dicken Keramikwände viel Energie aufnehmen, dafür geben sie diese Energie in Form von Wärme auch wieder ab. Und zwar absolut konstant und ohne Schwankungen. So wird eine gleichbleibende Temperatur unter, neben und über dem Grillrost abgegeben, sodass im gesamten Garraum eine konstante, gleichgroße Temperatur anliegt. Aus diesem Grund kann man sich übrigens auch auf das Deckelthermometer relativ gut verlassen und benötigt ein externes Thermometer erstmal nur für die Kerntemperaturüberwachung des Grillguts.

Deflektorstein im Keramikgrill mit Rosterhöhung

Zu sehen sind der Deflektorstein mit einer Rosterhöhung

Zwei Grillroste bieten enorm viel Grillfläche

Zwei Grillroste bieten enorm viel Grillfläche

Dank eines Deflektorsteins (ebenfalls aus Keramik) oberhalb der Kohle kann der gesamte Grill als Ofen, sprich als indirekter Grill oder Smoker genutzt werden. Lässt man den Deflektorstein weg, so ist der Keramikgrill eine große Feuerstelle, welche verdammt viel Hitze produziert. In den meisten Geräten befinden sich sogar zwei bis drei aufeinander steckbare Grillroste, sodass sich die Grillfläche nahezu verdoppelt bzw. verdreifacht.
Aus den bislang genannten Eigenschaften lässt sich das Haupteinsatzgebiet ableiten. Besonders geeignet ist der Keramikgrill also für alle Gerichte, die über lange Zeit eine gleichbleibende Temperatur benötigen und womöglich noch viel Platz wegnehmen. Dabei denken wir sofort an Rippchen, Pulled Pork oder Brisket. Unserer Meinung nach ist es ein perfekter BBQ Grill für alle Longjobs und viel Rauch.

Keramikgrill als Smoker nutzen – geht das?

So wie der letzte Absatz endet, beginnt der neue Absatz. Nämlich mit Rauch, viel Rauch. Eine tolle Sache bei den meisten erhältlichen Keramikgrills ist die Räucheröffnung. Diese befindet sich in der Seitenwand des Grills. Zwischen Kohle und Deflektorstein kann mithilfe einer Schiene jederzeit Räuchergut auf die Glut gegeben werden. Dabei geht nicht viel Temperatur verloren, da der Deckel geschlossen bleiben kann. Das allein macht den Keramikgrill aber noch lange nicht zu einem fantastischen Smoker. Dafür sorgt die hervorragende Dichtung des Gesamtkonzepts. Während bei einem normalen Kugelgrill ein Deckel mit Scharnier immer eine undichte Stelle darstellt, ist dies bei den Keramikgrills nicht der Fall. Aufgrund hochtemperaturfester Filzdichtungen schließt der Deckel trotz Scharniere absolut dicht ab. Auf die Scharniere möchte wegen des hohen Gewichtes auch definitiv niemand verzichten. Zum Gewicht des Grills später mehr. Das Öffnen des Deckels sollte aufgrund der guten Abdichtung auch langsam mit einem kleinen Lupfer stattfinden. Reißt man den Deckel einfach auf, so kann es durch die plötzliche Sauerstoffzufuhr zu einem Aufflammen mit Meter hohen Stichflammen kommen. Das ist nicht nur doof für das Grillgut, sondern auch sehr gefährlich!

Die Räucherschiene. Mittlerweile ein Standard bei den meisten Keramikgrills

Die Räucherschiene. Mittlerweile ein Standard bei den meisten Keramikgrills

Doch auch die beste Dichtung bringt nichts, wenn das Räucherholz einfach zu schnell abbrennt. Genau das passiert aber nicht. Habt ihr euren Grill auf eine bestimmte Temperatur eingeregelt, so läuft dieser über viele Stunden, bis dann die Kohle verglüht ist, konstant weiter. Gebt ihr die Räucherchips dazu, so fangen sie an zu glühen, evtl. kommt auch eine kleine Flamme hier und da zustande. Mehr aber nicht! Das liegt daran, dass ihr die Sauerstoffmenge mithilfe der Lüftungsöffnungen auf eine bestimmte Menge einstellt, diese auch nicht variieren kann, da der Keramikgrill absolut dicht ist. Ihr werdet also mit einer kleineren Menge Räucherchips ein längeres Räuchern bzw. Smoken erleben.

Effizienz hat einen neuen Namen – Keramikgrill

Mit der Minion Ring Methode kann in einem Kugelgrill extrem sparsam gegrillt werden. Mit nur wenigen Briketts kann über Stunden bei einer konstanten Temperatur gegrillt werden. Das ist eine tolle Sache, noch toller ist da nur der Keramikgrill. Dieser wird ausschließlich mit Holzkohle betrieben, keine Briketts, und man kann mit ca. 2 kg Holzkohle bis zu 18 h bei etwa 110 °C grillen. Eine höhere Effizienz weist vermutlich kein anderes Grillgerät auf. Zurückzuführen ist dies ebenfalls auf die beschriebenen Eigenschaften der Keramik. Bei der Holzkohle sollte allerdings auf Qualität geachtet werden. Wir empfehlen Restaurant bzw. Steakhouse Holzkohle wie die Black Ranch Grillkohle. Sie besteht aus deutlich größeren Stücken, teilweise lässt sich die Struktur des Baumes noch erkennen. Zu kleine Stückchen würden einfach verpuffen.

Entzünden des Keramikgrills

Entzünden der Kohle im Keramikgrill mithilfe des Looftlighters

Zum Entzünden der Holzkohle solltet ihr 2 – 3 Grillanzünder einfach auf die Holzkohle legen. Auf diese Weise entstehen kleine Glutnester, welche sich langsam bis auf den Grund durchfressen. Die schnellere Variante ist ein Looftlighter. Dabei handelt es sich im Prinzip um eine Heißluftpistole. Das Entzünden dauert so nur noch wenige Minuten. Ein letzter Hinweis noch zum Thema Brennstoff. Verwendet definitiv keine Briketts. Durch die Bindemittel setzt sich ein weißer Schleier auf der Keramik ab, was nicht gerade hübsch aussieht.

Einregeln des Keramikgrills

Unterer Lüftungsschieber für die Zuluft des Keramikgrills

Unterer Lüftungsschieber für die Zuluft. Hier die Einstellungen für 110 °C Garraumtemperatur

Obere Lüftungsöffnung für die Abluft des Keramikgrills

Obere Lüftungsöffnung für die Abluft des Keramikgrills. Hier die Einstellungen für 110 °C Garraumtemperatur

Reguliert wird die Temperatur im Grill mithilfe eines großen Lüftungsschiebers unterhalb der Kohlen an der Seitenwand. Mithilfe dieses Schiebers reguliert man die Luftzufuhr. Gleichzeitig dient diese Öffnung auch für die Entfernung der entstehenden Asche. Da die Kohle auf einer Art keramischen Rost liegt, fällt die Asche einfach unten durch und sammelt sich dort. Mithilfe eines Aschehakens kann die Asche dann ganz einfach in einen Eimer gefegt werden. An der Deckelmitte eines Keramikgrills befindet sich die Abluftregulierung. Diese hat, ähnlich wie bei den meisten Kugelgrills, die Funktion in feinen, stufenlosen Schritten geöffnet zu werden. Für den Zündvorgang zu Beginn oder bei Bedarf kann aber auch die gesamte große Luke geöffnet werden, sodass ein schöner Kamin entsteht.
Für eine konstante Temperatur von 110 °C können wir im Fall des Monolith Classics sagen, dass der untere Schieber etwa zu einem Fünftel geöffnet werden muss, der Abluftregler zu etwa einem Viertel geöffnet werden muss. Mit integriertem Deflektorstein erzielt ihr so ziemlich genau 110 °C. Perfekt für BBQ.
Dank der dicken Wandstärke der Keramik ist der Grill auch unempfindlich gegenüber Umwelteinflüssen wie Regen, Sonnenschein oder Schnee. Wenn das Wetter also mal nicht mitspielen will, wird euch der Keramikgrill große Freude bereiten.

Gibt es eigentlich auch etwas, was der Keramikgrill nicht kann?

Nun haben wir viele positive Eigenschaften erläutert, dennoch gibt es auch einige negative Punkte. Zum einen das bereits erwähnte Aufflammen bei zu schnellem Öffnen des Deckels. Dies kann tatsächlich nur durch Vorsicht vermieden werden. Da man allerdings häufig auch mal ein Bier oder einen Gin während des Grillens trinkt, kann es schnell mal zur Unachtsamkeit kommen. Das kann böse enden!
Der größte Nachteil liegt allerdings im größten Vorteil des Grills. Während der Grill extrem gut die Temperatur hält, heizt er nur sehr langsam auf und noch langsamer kühlt er ab. Mal eben ein Steak bei hoher Temperatur scharf angrillen, es danach bei niedriger Temperatur fertig garen, funktioniert mit einem Keramikgrill nur äußerst bescheiden und ist meist mit viel Aufwand verbunden. Mittlerweile gibt es zweiteilige Deflektorsteine, sodass eine Hälfte des Grills als indirekter Bereich, die andere Hälfte als direkter Bereich genutzt werden kann. Das ist zwar komfortabel, doch ist die Temperatur zum indirekt Grillen danach trotzdem viel zu hoch, da sich die Keramik aufgeheizt hat. Man müsste also glühende Kohle entfernen und den Deckel eine Zeit lang geöffnet lassen, damit der Grill zügig abkühlt. Da dies eine umständliche Arbeit ist, empfiehlt es sich einen zweiten Grill für das scharfe Angrillen zu nutzen.
Ein weiterer Nachteil liegt in dem Gewicht eines Keramikgrills. Ein normal großes Exemplar wie der Monolith Classic wiegt mit dem Gestell über 100 kg. Für den schnellen Transport zu einem Freund ist der Grill also absolut untauglich. Man braucht auch mindestens zwei starke Männer um das Gerät überhaupt über Höhendifferenzen befördern zu können.

Lohnt sich ein Keramikgrill für mich?

Noch einmal zusammengefasst wollen wir nun erörtern, ob sich der Kauf eines Keramikgrills für dich lohnt. Zuerst einmal sollte der Blick in das Portemonnaie verraten, ob es überhaupt eine Option ist. Mit Kaufpreisen von 1000 Euro und mehr sind sie nicht gerade günstig. Danach sollte man sich fragen, was man am liebsten grillt. Steht man total auf entspannte Grillpartys mit Bratwurst, Steak und Salaten, so ist der Keramikgrill eine Fehlinvestition. Sucht man nach einem soliden Gerät für jegliche BBQ Longjobs wie Pulled Pork, bei denen man entspannt schlafen gehen kann ohne Sorge zu haben, dass etwas aus dem Ruder läuft, so wird man die Investition keine Sekunde lang bereuen. Denn genau das ist unserer Meinung nach die Königsdisziplin eines jeden Keramikgrills. Da kann kein Watersmoker oder Kugelgrill gegen anstinken. Sucht man einfach eine Ergänzung zu einem Gasgrill und / oder einem Kugelgrill, so wird sich der Kauf ebenfalls lohnen. Auch zum Pizza backen eignet sich die Keramikkugel hervorragend.

Lohnenswertes Zubehör

Der Aschehaken im Einsatz

Ab und zu sollte die Asche aus dem Keramikgrill entfernt werden

Für Keramikgrills gibt es nebenbei auch noch tolles Zubehör. Neben dem Standardequipment wie dem Aschehaken, der Räucherschiene und natürlich dem Deflektorstein, gibt es beispielsweise den DigiQ. Dieses kleine Gerät ist eine digitale Temperatursteuerung für den Grill. Ihr müsst dann nur noch den Grill zünden, DigiQ anschließen, die angestrebte Temperatur einstellen und abwarten. Das Gerät regelt mithilfe eines Lüfters und einem Thermometer im Garraum die Temperatur konstant ein. Sehr zu empfehlen ist auch ein Pizzastein. Aus einem Keramikgrill entsteht quasi eine richtige Steinofenpizza, da der ganze Grill aus Keramik besteht. Das Ergebnis ist überragend.

Unser Fazit:

Der Keramikgrill hat definitiv zurecht Einzug in viele Fachgeschäfte und auf viele Terrassen gefunden. Als BBQ Grill ist das keramische Monster ungeschlagen gut und unkompliziert. Bei uns wird er größtenteils für Rippchen, Pulled Pork, Brisket und Bacon Bombs genutzt. Doch auch ganze Hähnchen nehmen ab und an Platz auf den Rosten.
Im Idealfall konnten wir euch eure Fragen beantworten, ist dies nicht der Fall, so schreibt uns doch bitte eine Nachricht oder hinterlasst ein Kommentar unterhalb des Textes.
Beste Grüße,
eure SizzleBrothers

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2 Kommentare zu “Der Keramikgrill – Kaufberatung”

  1. Bernd Sessinghaus sagt:

    Moin von der Nordseeküste ihr Zwei.
    Ich liebäugelte mit einem Keramikgrill. Monolit und Napolion sind nicht meine Preisliga.
    Ich habe diverse Keramikgrills um die 180-220.-€ mit einer Wandstärke vom 2 cm angeschaut.
    Leider sind da keine Deflektorstein dabei. Da someone Stein ein absolutes MUSS fürs indirekte Grillen ist kommen wir zu meiner Frage. Kann ich auch ohne solch einen Stein indirekt Grillen? Oder wie oder was muss ich tun um so einen Grill aufzupimpen ?
    Meinem Kugelgrill vom Mayer BBQ haben wir auch mit Feuerkörben, 50/50 Zonenkorb uns Minionring geschweißt und aufgepeppt.
    Gibt es da Alternativen für den Keramikgrill ??????

    1. Hannes sagt:

      Hi Bernd,

      wenn du GLück hast passt in ein solch günstiges Modell ein Deflektor von Monolith oder einem anderen Hersteller. Garantieren können wir es aber nicht, wir kennen ein so günstiges Modell auch leider nicht.
      Liebe Grüße und viel Erfolg
      Hannes

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