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Pizza vom Grill – Die Anleitung zum Pizza selber machen

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Pizza vom Grill – Die Anleitung zum Pizza selber machen

Weitere Informationen

Wir empfehlen als Zubehör:

Zum italienischen Pizzateig Rezept

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Es ist mal wieder Zeit für eine kurze aber präzise Anleitung. Nachdem uns nun einige Freunde gefragt haben, wie genau wir unsere Pizza vom Grill zubereiten, haben wir uns diesem Thema angenommen und präsentieren euch nun eine How-to Anleitung, sodass auch ihr eine perfekte Pizza vom Grill zaubert.

Vorab ist zu sagen, dass eine Pizza vom Grill grundsätzlich mit jedem Grill, der einen Deckel hat, machbar ist. Wir haben eine 57er Weberkugel mit dem Moesta BBQ Pizzaring Set benutzt. Letzteres ist nicht unbedingt notwendig, ist aber ein sehr hilfreiches Set zum Pizza backen. Wie genau dieses aussieht, seht ihr in unserem Video. Was zu beachten ist, welche Temperatur der Grill braucht und vieles mehr, lest ihr in den folgenden Zeilen. 😉

Das perfekte Pizzateig Rezept für italienische Pizza

Eine gute Pizza beginnt stets mit dem perfekten Pizzateig. Mittlerweile gibt es viele verschiedene Varianten, ebenso wie es auch verschiedene Geschmäcker gibt. Der Favorit vieler scheint allerdings die italienische Pizza zu sein. Wir zeigen an dieser Stelle ein Pizzateig Rezept, dass sich aus unser Sicht bewährt hat und welches wir stets für unsere Pizzen verwenden. Es braucht wenig Zutaten, allerdings Zeit um das perfekte Ergebnis zu erzielen.

Zubereitung des perfekten italienischen Pizzateigs (10 Pizzen):

Zutaten:

  • 1000g Mehl Typ 00 (wir empfehlen Caputo Rossa)
  • 700ml gekühltes Mineralwasser
  • 30g feines Salz
  • 1,2g Frischhefe

Zubereitung:

  1. Zunächst gibst du das Mehl in eine Küchenmaschine oder Rührform und lässt es 2 – 3 Minuten durchmengen um es zu „belüften“.
  2. Nun nimmst du 630ml des Wassers und gibst es langsam für ca. 1,5 Minuten zum Mehl hinzu und lässt es durch deine Küchenmaschine durchkneten. Du lässt die Masse anschließend ca. 3 weitere Minuten durchkneten, bis ein grober, ungleichmäßiger Pizzateig entsteht.
  3. Die Rührschüssel mit dem Teig lässt du nun für ca. 3 Stunden mit einem feuchten Handtuch bedeckt stehen. Dies sorgt für die Autolyse, also einer Methode zur Verbesserung der Verarbeitungs- und Qualitätseigenschaften von Backwaren.
  4. Zum Ende der Ruhezeit löst du die Hefe in den übrigen 70ml Wasser auf. Das Wasser sollte hierzu nun lauwarm sein. Du beginnst den Teig weiter zu kneten und gibst nach und nach das Hefe-Wasser-Gemisch hinzu, ebenso das Salz. Die Knetzeit beträgt insgesamt weitere 6 – 7 Minuten. Dabei sollte dein Teig eine Temperatur von ca. 25°C erreichen, damit Hefe ideal reagieren kann.
  5. Zum Abschluss des Pizzateig Rezepts kommt der entscheidende Faktor: die Zeit. Der Teig sollte abgedeckt 30 Stunden bei ca. 16 – 18°C ruhen und weitere 5 – 6 Stunden bei Raumtemperatur. Anschließend ist er fertig zum Verarbeiten.
  6. Beim Verarbeiten des Pizzateigs ist es wichtig, dieses mit den Händen zu machen. Ein Nudelholz ist hier nicht angebracht – wie der Name ja schon sagt 😉 Der Teig wird mit den Fingern auf einer bemehlten Fläche rundgedrückt und in den Händen „gerollt“. Am Ende sollte der Pizzateig innen schön dünn und außen einen etwas dickeren Rand aufweisen.

Im Anschluss kann die Pizza nach belieben belegt werden. Klassisch italienisch gilt hier: weniger ist mehr. Die Die Basis bildet eine Tomatensauce sowie Mozzarella. Weitere Zutaten wie Schinken oder Salami werden i.d.R. erst nach dem Back- bzw. Grillvorgang hinzugegeben.

Zugegeben, dieses Rezept benötigt mehr Zeit und das perfekte Ausrollen etwas Übung – das Ergebnis entschädigt aber für diesen Aufwand.

Welches Zubehör benötige ich?

Um eine Pizza vom Grill richtig zubereiten zu können, benötigt man nur wenig Zubehör. Neben einem Grill, Holzkohle oder Gas, benötigt man lediglich einen Pizzastein und evtl. einen Pizzaschieber. Der Pizzastein ist eine aus keramischen Werkstoffen wie Ton und Schamott bestehende Platte. Diese hat die Eigenschaft, sehr gut die Hitze aufzunehmen und zu speichern sowie die Hitze sehr konstant an die Pizza abzugeben. Ideal sind offenporige Steine, da diese die Hitze besser abgeben können. Dies erkennt man an einer groben Oberflächenstruktur. Ansonsten gilt es darauf zu achten, den Pizzastein nicht ausversehen fallen zu lassen. Er wird vermutlich in tausend Teile zerspringen.
Optionales Zubehör sind eine Pizzabackform oder das komplette Moesta BBQ Pizzaring Set. Die Backform bietet den Komfort, dass ihr den Teig darin belegen könnt und anschließen nur die Form auf den Pizzastein setzen müsst. So spart ihr euch mehrfaches mehlieren, falls der Teig klebt. Der einzige Nachteil daran ist, dass die Form etwas Zeit braucht um aufzuheizen, eure Pizza wird also etwas länger brauchen.

Grille ich meine Pizza vom Grill direkt oder indirekt?

Diese Frage ist ganz einfach beantwortet. Wer den Teil zuvor gelesen hat und den Sinn des Pizzasteins verstanden hat, wird die Antwort kennen. Die Pizza vom Grill wird indirekt gegrillt. Das heißt der Stein liegt neben der Hitzequelle und heizt sich durch den heißen Luftstrom auf. Die Lüftung ist im Idealfall so eingestellt, dass die Hitze direkt über den Stein zirkuliert, bevor sie den Garraum verlassen kann. Es ist wirklich wichtig, keine direkte Hitze unter dem STein zu haben. Ansonsten wird der Boden schwarz, während der Käse noch nicht zerlaufen ist.
Hier ein beispielhaftes Bild des Luftstroms in einem Holzkohlegrill mit dem Moesta BBQ Pizzaring:

Luftstrom beim Pizza grillen

Wie heiß muss mein Grill sein?

Beim Pizza grillen gilt grundsätzlich: Je heißer desto besser! Bei einem Gasgrill also die Brenner auf maximale Flamme stellen, denb Stein in die indirekte Zone legen und los geht der Pizzaspaß. Bei einem Holzkohlegrill muss man sich da mehr Gedanken machen. Ideal ist der Einsatz von Holzkohlebriketts, Holzkohle und Holzscheite – mehr zum Thema Grillen mit Kohle in unserem Holzkohle-Ratgeber. Dabei werden die Briketts in einem Anzündkamin vorgeglüht. Diese bilden die unterste Lage des Brennstoffes. Sie glühen lange und sorgen dafür, dass nachgelegte Holzkohle oder auch Holzscheite anfangen zu glühen bzw. zu brennen. Für noch mehr Hitze sorgt die Holzkohle. Diese wird einfach auf die glühenden Briketts gelegt. Je nach Grill kommt ihr auf diese Weise an die 300 °C ran. Wir wollen aber noch mehr Hitze. Dafür legen wir mittel große Holzscheite auf die Holzkohle, quasi als Topping. Das Holz entfacht und brennt ab. Da die Pizza in der indirekten Zone liegt, sollte sie durch entstehende Flammen auch nicht anbrennen. Nun schafft ihr es, euren Grill auf 350 – 400 °C zu heizen. Das ist eine adäquate Temperatur um Pizza vom Grill perfekt zu backen. Dabei beträgt die Backzeit pro Pizza nur wenige Minuten.
An dieser Stelle kommt der Vorteil des Pizzarings zur Geltung. Aufgrund der Öffnung im vorderen Teil des Rings, kann man die Pizza jederzeit kontrollieren, ohne den Deckel anheben zu müssen. Auch herausnehmen kann man sie, ohne den Deckel zu berühren. Die Hitze bleibt also besser im Grill. Gerade wenn man mehrere Pizzen backen will, ist das ideal.

Briketts und Powerbriks sorgen für die ideale Hitze

Wie belege ich meine Pizza vom Grill?

Zugegeben, der Belag ist natürlich Geschmackssache. Aber auch hier gibt es ein paar Kleinigkeiten zu beachten. Weniger ist manchmal mehr…das sollte das Stichwort beim Käse sein. Dieser schmeckt zwar sehr lecker, übertreibt ihr es aber, bekommt ihr eine siffig, triefende Pizza, die völlig durchweicht statt knusprig kross ist. Entscheidend ist auch die Wahl des Käses. Im Supermarkt gibt es immer den sogenannten „Pizzakäse“, meist eine Mischung aus Edamer und Tilsiter. Wenn ihr einen Italiener danach fragt, wird er euch vermutlich doof angucken. Selbstverständlich wird die Pizza mit Mozzarella belegt. Für maximalen Geschmack kauft ihr den Mozzarella der meist für Tomate-Mozzarella-Salat genutzt wird. Dieser ist in einer Flüssigkeit gelagert, welche ihr abtropfen lassen müsst. In kleine Stücke zerrissen eignet sich der Mozzarella ideal zum Belegen der Pizza. Als erstes kommt natürlich Tomatensauce auf den Teig.
Weitere Zutaten sind jedem selbst überlassen, auch hier empfehlen wir, nicht zu viel auf die Pizza zu legen.

Nun sollte soweit alles erklärt sein, damit ihr eine super leckere Pizza vom Grill zaubert. Wir wünschen einen guten Appetit und viel Erfolg beim Pizza grillen!

eure SizzleBrothers

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2 Kommentare zu “Pizza vom Grill – Die Anleitung zum Pizza selber machen”

  1. Patrick sagt:

    Hi.

    Sind 1,2g Hefe wirklich die richtige Menge?

    Mfg Patrick

  2. Christian Laubscher sagt:

    1.2 Gramm Frischhefe auf 1 Kg Mehl?

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